Wirtschaft

Ruandas Wirtschaft ist letzter Zeit schnell gewachsen. Im Jahr 2014 hatte das Land eine Wachstumsrate von 7 Prozent und eine Inflationsrate von 1,8 Prozent.
Die Hälfte der Wirtschaftsleistung wird durch den Dienstleistungssektor wie beispielsweise die Finanzdienstleistungen, Informationstechnologien, Versicherungswesen und den Tourismus ausgemacht. Der restliche Teil besteht aus der Landwirtschaft mit 35 Prozent und der Industrie mit 15 Prozent. Die Korruptionsrate ist im Vergleich zu anderen afrikanischen und weltweiten Ländern niedrig.
Ruanda ist seit 2007 Mitglied der "East African Community" (EAC), weshalb ein freier Handelsverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten besteht. 2009 wurde ein gemeinsamer Zolltarif eingeführt sowie Infrastrukturprojekte in den Bereichen Energie, Transport, Zoll und Finanzsektor gefördert. Im Jahr 2013 gab es Pläne, eine Währungsunion nach dem Vorbild der Euro-Zone einzuführen, wodurch sich Ruandas regionale Exporte vergrößern könnten.
 Trotz des ansteigenden Wachstums gibt es Probleme wie beispielsweise den Mangel an installierter Energie, fehlende Facharbeiter, das hohe Bevölkerungswachstum und die damit verbundene Landknappheit sowie Auswirkungen des Klimawandels. Wegen der geografischen Lage des Landes hat Ruanda weltweit die höchsten Transportkosten und deshalb Probleme, den eigenen Bedarf des Binnenmarktes zu decken.
Weitere Schwierigkeiten gibt es bei den Böden Ruandas, welche durch die intensive Langwirtschaft von Erosionen betroffen. Besonders ist jedoch die mangelnde Infrastruktur ein Problem bei der Energieversorgung, da bisher lediglich 22 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Stromnetz haben.
Ziele des Landes bis 2020 ist es zum einen, den Status eines "Middle Income Countries" zu erhalten, indem das pro Kopf Bruttoinlandsprodukt von 1,240 US-Dollar erreich wird. Zum anderen soll es eine zweistellige Wachstumsraten geben, indem vermehrte Investitionen im Transport und Energiesektor wie beispielsweise bei der Wasserkraft, Erwärme und der Solarenergie getätigt werden. Auch die Landwirtschaft, die Industrie sowie der Tourismus sollen gefördert und ausgebaut werden, mitunter auch durch die Mobiliserung des Privatsektors.
Des Weiteren ist es ein Ziel, die Entwicklung der "Green Economy" zu verbessern, um die Abholzung und Brandrodung der Bergwälder zu verhindern und einen Wiederaufbau zu ermöglichen, um eine nachhaltigeres Ruanda zu erhalten.
Zuletzt hat sich Ruanda das Ziel gesetzt, 70 Prozent der Haushalte an die Energieversorgung anzuschließen.

Autorin: Dorothée Honauer
Quellenangaben/ Weitere Informationen unter:
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Ruanda/Wirtschaft_node.html
https://www.bmz.de/de/laender_regionen/subsahara/ruanda/zusammenarbeit/index.html