Bildung Kooperation EFWI Landau

Das Erziehungswissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsinstitut der Evangelischen Kirche (EFWI) mit Sitz in Landau, engagiert sich seit 2010 in Ruanda. Mit ihrer Kooperation starteten sie gleich zwei Projekte zum Thema Inklusion.

Dr. Geiser mit den Dozenten und den ersten 46 Studierenden

Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Special Needs and Inclusive Education

Im Rahmen des Engagements des EFWI bat die University of Rwanda - College of Education 2013 um Unterstützung beim Aufbau einer Fakultät für "Special Needs und Inclusive Education". 2014 wurde die Fakultät schließlich gegründet, um verschiedene Studienangebote im Vollzeitstudium zu ermöglichen. Somit kann nun qualifiziertes Fachpersonal für die Förderung von jungen Menschen mit Beeinträchtigung ausgebildet werden.

Praktische Erfahrung bei Diagnostik, Therapie und Frühförderung

Um den Bachelor-Studiengang an der Fakultät für Förderpädagogik möglichst praxisnah zu gestalten, entwickelten Dr. Evariste Karangwa, Leiter der Fakultät und Dr. Anton Geiser, Dozent am EFWI, 2015 das Konzept für ein Special Educational Needs Resource Center. Es ermöglicht den bereits 46 Studierenden, die 2014 ihr grundständiges Studium begonnen haben, künftig praktische Erfahrungen in den Bereichen der Diagnostik, Therapie und Frühförderung, der Herstellung von Fördermaterialien sowie der Aufklärungsarbeit einschließlich Workshops für Eltern und Schulleitungsmitglieder zu sammeln.

Somit wird die Kooperation des EFWI mit der ruandischen Fakultät und dem sich in Rheinland-Pfalz gebildeten Netzwerkes langfristig zu einer tragenden Säule für die Entwicklung der Förderpädagogik in Ruanda. 

Workshop Fördermaterial

Beispiele der Inklusionsarbeit

Im Zentrum für Gehörlose in Nyabihu wurde ein Versuch gestartet, die Kommunikation zwischen Kindern und Eltern zu verbessern, indem die Eltern die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Kurs für Gebärdensprache erhielten. Nun können Kinder und Eltern miteinander kommunizieren, wodurch sich die Situation innerhalb der Familien stark verbessert. Auch unterstützen sich die Elterngruppen untereinander und geben ihr Wissen zu dem Thema Inklusion weiter. Durch diese Partnerschaft kann eine größere Unterstützung an den Schulen der eigenen Kinder gefördert werden.