Frauenfußball Rambura WFC

Ein Leuchtturmprojekt der Partnerschaft Rheinland-Pfalz/ Ruanda ist der Frauenfußballverein „Rambura WFC“ (Woman Football Club), der seit 2008 zunächst im Rahmen der kommunalen Partnerschaft Holzheim- Rambura und ab 2012 durch die „Ruanda-Stiftung Helmut Weimar“ aufgebaut und unterstützt wird. 

Der Ruandabeauftrage Helmut Weimar besuchte 2008 die Partnerschaft und beschloss daraufhin im Rahmen der kommunalen Partnerschaft den Bau eines neuen Sportplatzes zu unterstützen. Nach wenigen Monaten wurde das Projekt umgesetzt, sodass schon im Jahr 2009 die ersten Spiele stattfinden konnten. Dies hatte zur Folge, dass auch eine Frauenfußballmannschaft in Rambura ins Leben gerufen wurde. Helmut Weimar unterstütze die jungen Frauen außerdem darin, einen eingetragenen Verein mit Satzung und gewählten Vorstand zu bilden, um somit als offizielles Mitglied im ruandischen Fußballverein „FERWAFA“ aufgenommen zu werden.

Bereits nach einigen erfolgreichen regionalen Turnieren gelang es den jungen Frauen, in die erste Nationalliga aufzusteigen. Ein großer Erfolg. Damit ist Rambura der einzige Verein aus einer ländlichen Region in Ruanda, der es in die Nationalliga geschafft hat. Viele der weiblichen Mitglieder wurden bereits von anderen Vereinen aus größeren Städten gegen Geld abgeworben.

Auch im Jahr 2016 gehört Rambura WFC wieder zu den Spitzenteams des ruandischen Frauenfußballs. Jährlich werden rund 7000 € in den Verein des Frauenfußballs in Rambura investiert. 70 Frauen engagieren sich tatkräftig für Rambura WFC, was zeigt, dass der Verein eine regionale Größe geworden ist und eine positive Auswirkung auf die Ortsgemeinschaft in Rambura hat.

Auch wenn Ruanda bereits zahlreiche Erfolge im Bezug auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu verzeichnen hat, werden gerade in den ländlichen Bereichen junge Frauen auch heute noch oft benachteiligt und haben durch z.B. familiäre Pflichten nur wenige Zukunftschancen und Perspektiven. Durch das Empowerment der jungen Frauen möchte die Partnerschaft diesem entgegen wirken und Frauen den Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu ermöglichen. Denn gerade Sport kann dabei als Teil kultureller Aktivitäten zur eigenen Entwicklung beitragen. Das Erlernen von neuen Fähigkeiten und Wissen kann dabei helfen, Selbstbewusstsein sowie ein gleichberechtigtes Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Weitere Informationen zu dem Verein und dem Projekt finden Sie hier.