Sports4Peace

Wie lassen sich Sport und Friedensarbeit verbinden?

Das Projekt „Sports4Peace“ (Sport für den Frieden) macht dies  durch die Organisation von Workshops möglich. Denn bei diesen Workshops der besonderen Art lernen SportlehrerInnen aus verschiedenen Partnerschulen in ganz Ruanda, Sport als Mittel zur Konfliktlösung einzusetzen. Am Ende der Fortbildungsreihe findet traditionell ein von den ruandischen LehrerInnen selbstorganisiertes Sportfestival statt.Im Jahr 2011 wurde das Projekt Sports4Peace auf die Initiative des Landessportbundes Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit dem Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/ Ruanda, der Vision Jeunesse Nouvelle in Kigali, der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, sowie dem rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur gestartet. Die jeweils 23 teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer durchlaufen eine 16-tägige Fortbildungsreihe, bei der sie lernen, Konflikte durch sportliche Methoden überwinden und lösen zu können. In sowohl theoretischen als auch praktischen Einheiten lernen die LehrerInnen geeignete Spiele und Lehrmethoden kennen, die sie dann zukünftig im Sportunterricht an den einzelnen Schulen Ruandas anwenden können.

Zu Beginn lernen die LehrerInnen unterschiedliche Projektpartner wie beispielsweise den Landessportbund Rheinland-Pfalz, das ruandische Jugendzentrum „Vision Jeunesse Nouvelle“ in Gisenyi und einige ruandische Nichtregierungsorganisation wie Cineduc, Pfad für den Frieden, Fußball für den Frieden oder Alternatives to Violence kennen, um einen Eindruck über weiterer Projektideen zu erhalten. Anhand dieser Beispiele werden Grundideen geschaffen, mit denen im Laufe des Workshops Spiele und Methoden entwickeln werden, die die LehrerInnen sowohl auf dem abschließenden Sportfestival als auch zukünftig in ihren Unterrichtsstunden anwenden können.

Das Programm wird jedes Jahr sehr gut angenommen. Lehrerinnen und Lehrer setzen sich während der ganzen Zeit intensiv damit auseinander, wie in Alltagssituationen an Schulen durch Sport, die Vermittlung von Werten wie Fair Play sowie Vermeidung und Lösung von Konflikten bewältigt werden können. Geleitet wurde das Projekt  in 2015 von Alois Stroh, Vize-Präsident des Fußballverbandes Rheinland und Mitglied des LSB-Arbeitskreises für Internationale Fragen, und Entwicklungsberaterin Jessie Bohr.

 

Um die Nachhaltigkeit des Projekts Sports4Peace gewährleisten zu können, werden alle Schulen im Laufe des kommenden Schuljahres immer einmal durch das Koordinationsbüro des Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/ Ruanda besucht, um die tatsächliche Anwendung der erlernten Methoden im sportlichen und friedenspädagogischen Bereich zu überprüfen, um sicherzustellen, dass das Gelernte ins Praktische umgesetzt wird.

Weitere Informationen zu dem Projekt des Landessportbundes finden Sie hier:

http://www.lsb-rlp.de/sportwelten/internationales/ruanda